StartseiteAnwendungsfelderApplikationstechnik & Equipment

Anwendungsfeld

Zwischen Formulierung und Fläche steht die Applikationstechnik.

Die beste Formulierung liefert keine Wirkung wenn sie falsch ausgebracht wird. BPS berät Maschinenhersteller und Anwender rund um die technischen Parameter der Flüssigapplikation von Feststoffsuspensionen — von der Pumpenwahl über den Betriebsdruck bis zur Systemkonfiguration für Helikoptereinsatz. Wir entwickeln und modifizieren eigene Testgeräte — immer anwendungsspezifisch.

Entwicklungsstand
Verfügbar
BeratungsebenenMaschinenhersteller · AnwenderGerätekonzeption und -optimierung ebenso wie Gerätewahl und Betriebsparameter für den konkreten Einsatz.
SystemtypenJet · MischwelleBalken- und Düsenapplikation · feststoffhaltige Suspensionen · mobile und fliegende Einheiten
EigenentwicklungBPS entwickelt und modifiziert eigene Testgeräte — Neubau oder Umbau bestehender Systeme.

Beratungsebenen

Wer kommt mit welcher Frage zu BPS?

Applikationstechnik ist kein Randthema — sie bestimmt ob eine Formulierung ihre spezifizierten Eigenschaften im Feld tatsächlich entfaltet. BPS berät auf zwei Ebenen: bei der Geräteentwicklung und bei der Betriebskonfiguration.

Maschinenhersteller

Gerätekonzeption & Systemoptimierung

Hersteller von Hydroseedern, Sprühgeräten und Spezialapplikatoren entwickeln Geräte, die mit einer Vielzahl von Formulierungen und Betreibern funktionieren sollen. BPS bringt das Wissen über das Verhalten feststoffhaltiger Biopolymersuspensionen in den Entwicklungsprozess ein.

Anforderungsprofile für Pumpen bei faserreichen Suspensionen

Druckbereiche und Druckverlustberechnung für unterschiedliche Feststoffanteile

Systemauslegung für Jet- oder Mischwellentechnik je nach Zielanwendung

Düsenkonfiguration und Sprühbildoptimierung — Balken vs. Einzeldüse

Gewichts- und Mobilitätsanforderungen für unterschiedliche Trägersysteme

Anwender

Gerätewahl, Konfiguration & Betrieb

Ausführende Betriebe und Projekteigner stehen vor der Frage: Welches Gerät ist für diese Formulierung, dieses Substrat und diese Einsatzbedingungen geeignet? Wie ist es zu konfigurieren? BPS berät auf Basis der Formulierungseigenschaften und der Standortanforderungen.

Geräteauswahl für spezifische Formulierungen — Viskosität, Feststoffanteil, Faserlänge

Betriebsdruckempfehlung für gleichmäßiges Sprühbild ohne Entmischung

Konfiguration für Hanglagen, Böschungen, Fernapplikation

Systemcheck und Inbetriebnahmebegleitung auf Wunsch

Fehleranalyse bei Applikationsproblemen im laufenden Betrieb

Technische Parameter

Fünf Dimensionen die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden

Die Applikation feststoffhaltiger Biopolymersuspensionen unterscheidet sich grundlegend von der Ausbringung reiner Flüssigkeiten. Die folgenden fünf Parameter bestimmen die Qualität des Auftragsergebnisses — und werden in der Praxis häufig unterschätzt.

Parameter 01

Pumpenwahl

Feststoffsuspensionen mit Fasern, Mineralien oder organischen Partikeln stellen hohe Anforderungen an die Pumpe. Kreiselpumpen versagen bei hohem Feststoffanteil. Exzenterschneckenpumpen und peristaltische Pumpen sind für fasergefüllte Suspensionen geeigneter — haben aber eigene Druckverlustcharakteristiken.

Falsche Pumpenwahl führt zu Entmischung, Faserschädigung und ungleichmäßigem Auftrag.

Parameter 02

Betriebsdruck

Der Betriebsdruck beeinflusst Sprühbild, Eindringtiefe und Tropfengröße. Zu hoher Druck zerstört Fasern und erzeugt Nebel der den Wirkstoff vom Substrat wegträgt. Zu niedriger Druck führt zu unvollständiger Zerstäubung und ungleichmäßiger Schichtdicke. Der optimale Betriebsdruck ist formulierungsabhängig.

Für faserhaltige Suspensionen gelten andere Druckbereiche als für reine Polymerlösungen.

Parameter 03

Schaumbildung

Biopolymere Formulierungen neigen unter bestimmten Bedingungen zur Schaumbildung — besonders bei Turbulenzen in der Pumpe, bei zu hohem Druck oder bei bestimmten Kombination von Bindemitteln und Fasern. Schaum in der Suspension führt zu Dosierfehlern und ungleichmäßiger Auftragsmenge.

Systemkonfiguration und Formulierungsanpassung können Schaumbildung kontrollieren.

Parameter 04

Sprühbild — Balken vs. Düse

Balkensysteme erzeugen einen gleichmäßigen Flächenauftrag bei geringem Fahrtempo — geeignet für Böschungen und große Flächenleistung. Einzeldüsenapplikation erlaubt präzise Steuerung von Auftragsmenge und Auftreffpunkt — geeignet für strukturierte Flächen, Hanglagen und Fernapplikation. Beide Systeme haben eigene Anforderungen an Druck und Suspension.

Die Wahl des Sprühsystems ist von Flächengeometrie und Applikationsweite abhängig.

Parameter 05

Reibung in Schlauch & Rohr

Feststoffhaltige Suspensionen — insbesondere faserreiche Formulierungen — erzeugen deutlich höhere Reibungsverluste in Schläuchen und Rohrleitungen als Wasser. Leitungsquerschnitt, Schlauchlänge und Biegewinkel beeinflussen den effektiven Betriebsdruck an der Düse erheblich. Nicht berücksichtigte Reibungsverluste führen zu unzureichendem Austrittsdruck.

Bei Fernapplikation mit langen Schlauchleitungen ist Reibungsberechnung zwingend.

Systemkonfiguration

Drei unabhängige Entscheidungsebenen

Die Gerätekonfiguration ergibt sich nicht aus einer einzigen Systemwahl, sondern aus drei aufeinanderfolgenden Entscheidungen: Welches Mischprinzip? Welches Ausbringungsprinzip? Welche Pumpentechnologie? Jede Ebene ist unabhängig zu bewerten — und alle drei zusammen bestimmen ob eine Formulierung korrekt ausgebracht wird.

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Ebene 1 — Mischprinzip

Jetprinzip — Hydraulische Umwälzung

Mischen durch Rücklaufströmung

Beim Jetprinzip wird die Suspension durch einen hydraulischen Rücklauf in Bewegung gehalten — kein mechanisches Rührwerk. Die Pumpe fördert die Masse im Kreislauf, die Strömungsenergie hält die Suspension homogen. Zur Ausbringung wird der Rücklauf geschlossen und die Masse über die Düse abgegeben.

Einsatzbereich

Ausschließlich für sehr flüssige Mischungen geeignet. Fasergehalt muss gering sein — in der Praxis funktioniert das Jetprinzip zuverlässig nur mit Cellulose. Sobald schwerere Feststoffe, lange Fasern oder mineralische Zuschläge in der Suspension sind, ist das Jetprinzip nicht mehr ausreichend.

Mischwelle / Agitator — Mechanisches Rührwerk

Mischen durch Rührwelle

Ein mechanisches Rührwerk — die Mischwelle oder der Agitator — hält die Suspension durch physische Bewegung homogen. Unabhängig von Feststoffanteil, Faserlänge oder Dichte der Komponenten. Die Ausbringung erfolgt über eine separate Pumpe.

Einsatzbereich

Pflicht bei faserreichen Formulierungen, mineralischen Zuschlägen und schweren Massen. Grundsatz: Je mehr Faser in der Formulierung, desto zwingender das mechanische Rührwerk. Kein Jetprinzip als Alternative — das ist eine technische Grenze, keine Präferenz.

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Ebene 2 — Ausbringungsprinzip

Rücklauf schließen → Ausbringung über Düse

Beim Jetgerät wird zur Ausbringung der Rücklauf geschlossen. Der gesamte Volumenstrom der Pumpe wird auf die Düse umgeleitet. Druck und Durchfluss sind direkt von der Pumpencharakteristik abhängig — keine separate Förderpumpe.

Nur bei Jetgeräten

Separate Förderpumpe → Ausbringung über Düse

Bei mechanischen Geräten fördert eine dedizierte Pumpe die Suspension vom Tank zur Düse. Mischung und Förderung sind entkoppelt — das Rührwerk läuft unabhängig. Betriebsdruck und Durchfluss werden über die Pumpe gesteuert.

Bei mechanischen Geräten
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Ebene 3 — Pumpentechnologie (mechanische Geräte)

Zentrifugalpumpe

Fördert durch Rotation eines Laufrades. Hohe Durchflussleistung, geringer Verschleiß bei klaren Flüssigkeiten. Bei steigendem Feststoffanteil nimmt die Förderleistung ab — empfindlich gegenüber Verstopfung durch lange Fasern.

Geeignet für niedrigen bis mittleren Feststoffanteil · nicht für faserreiche Massen

Kavitationspumpe

Nutzt Kavitationseffekte zur Förderung — erzeugt feine Druckunterschiede im Flüssigkeitsstrom. Geeignet für Suspensionen mit mittlerem Feststoffanteil. Schersensible Komponenten können durch Kavitation beansprucht werden — relevant bei biopolymeren Formulierungen mit langkettigen Molekülen.

Mittlerer Feststoffanteil · Scherwirkung auf Formulierung beachten

Getriebepumpe

Fördert durch ineinandergreifende Zahnräder — volumetrisches Wirkprinzip, nahezu unabhängig von Viskosität und Feststoffgehalt. Geeignet für sehr schwere, zähflüssige Massen mit hohem Feststoff- und Faseranteil. Druckstabil und verschleißarm bei hochviskosen Suspensionen.

Erste Wahl für schwere Massen und hohen Faseranteil

Entscheidungslogik: Mit steigendem Faseranteil in der Formulierung verschiebt sich die Pumpenauswahl zwingend in Richtung Getriebepumpe. Zentrifugalpumpe → Kavitationspumpe → Getriebepumpe ist keine Qualitätshierarchie, sondern eine Einsatzabgrenzung nach Suspensionseigenschaften. Die falsche Pumpe führt nicht nur zu schlechter Förderleistung — sie schädigt die Formulierung oder verstopft das System.

Mobilität & Gewicht

Gewicht ist kein Nebenpunkt — es ist eine Systemanforderung

Applikationsgeräte werden in der Praxis häufig umgeladen, auf unterschiedlichen Trägerfahrzeugen betrieben oder für Helikoptereinsätze konfiguriert. Das Gerätegewicht ist damit eine primäre Systemanforderung — nicht ein nachrangiges Detail. BPS berücksichtigt Gewichts- und Mobilitätsanforderungen von Beginn der Konzeption an.

Trägerfahrzeug-Wechsel

Geräte die auf unterschiedlichen Trägerfahrzeugen betrieben werden, brauchen standardisierte Schnittstellen, definierte Schwerpunktlagen und klare Gewichtsobergrenzen. Konzeption ab Systemanfang.

Helikoptereinsatz

Helikopterapplikation stellt maximale Anforderungen an Gewicht, Schwerpunktstabilität und Bedienbarkeit. BPS entwickelt und modifiziert Geräte speziell für diese Anforderungen — inklusive Remote-Bedienung und Unterflur-Befestigung.

Rucksack- & Handgeräte

Für schwer zugängliches Gelände, kleine Flächen und Nachbesserungsarbeiten entwickelt BPS kompakte Handgeräte und Rucksacksprüher die mit denselben Formulierungen arbeiten wie die größeren Stationärsysteme.

Eigenentwicklung

BPS Testgeräte

Wir entwickeln unsere eigenen Testgeräte — von Grund auf oder durch Modifikation bestehender Systeme.

Jedes BPS-Simulationsprojekt und jeder Feldtest erfordert ein Applikationsgerät das exakt auf den jeweiligen Anwendungszweck zugeschnitten ist. Handelsübliche Geräte erfüllen diese Anforderungen selten vollständig — zu generisch in der Auslegung, zu unflexibel in der Konfiguration. BPS baut eigene Testgeräte oder modifiziert bestehende Systeme so, dass sie die Anforderungen des jeweiligen Projekts exakt erfüllen.

Diese Kompetenz steht auch externen Partnern zur Verfügung. Maschinenhersteller können BPS als Entwicklungspartner für Prototypen und Sondergeräte einbinden. Anwender mit spezifischen Anforderungen können ein maßgeschneidertes Gerät in Auftrag geben.

Neuentwicklung von Testgeräten für spezifische Formulierungen

Modifikation bestehender Hydroseeder und Sprühsysteme

Prototypenentwicklung für Maschinenhersteller

Sondergeräte für Helikopter- und Rucksackeinsatz

Dokumentation und Übergabe als reproduzierbares System

Entwicklungsparameter

AusgangspunktNeubau oder Umbau
FormulierungsbezugImmer anwendungsspezifisch
SystemtypJet · Mischwelle · Hybrid
TrägersystemFahrzeug · Helikopter · Hand
DokumentationTechnische Spezifikation
Externe NutzungAuftrag möglich

Applikationstechnik als Forschungskomponente

Die Entwicklung applikationstechnischer Systeme für naturbasierte Formulierungen ist Bestandteil mehrerer EU-Förderprogramme im Bereich Präzisionslandwirtschaft, Klimaanpassung und naturbasierter Lösungen. BPS bringt Eigenentwicklungskompetenz und operative Felderfahrung in entsprechende Projektkonsortien ein.

Projektanfrage stellen

Applikationsproblem oder Gerätefrage?

Beschreiben Sie die Formulierung, das Substrat und die Einsatzbedingungen. BPS bewertet welches System geeignet ist — und ob eine Geräteentwicklung oder -modifikation sinnvoll ist.

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